Montag, 17. November 2008

Fülle


Am Samstag war ich an einem meiner Lieblingsplätze in Wien: dem Naschmarkt. Die Gerüche, Farben und die Vielfalt: Datteln aus Persien, türkische Feigen, exotische Früchte, Asienshops, Bioläden, kleine Bauernstände mit Äpfeln, Kernöl aus der Steiermark oder Käse und Bergkräuter...
Klar es sind Waren, die angeboten werden, und diese Fülle kann sich nicht Jede/r leisten.
Was ich dabei als symbolisch sehe ist: es ist alles da, der Zugang zu Ressourcen ist allerdings ungleichmäßig verteilt in unsrer Welt.
Das ist ein Kernpunkt dessen wofür ich mich einsetze, eine Welt zu schaffen, in der die Anliegen aller Menschen gleich zählen, sie gehört werden, und der Zugang zu Ressourcen für alle auf friedliche Weise ermöglicht wird. Dazu braucht es vor allem einen Wandel in unserem Bewußtsein darüber, dass wir alle miteienander verbunden sind: denn was ich tue hat auch Auswirkungen auf Menschen, mit denen ich nicht direkt in Kontakt bin und umgekehrt: meinen Mist versorgen andere, meinen Tee pflücken Menschen in Indien, die U-Bahn in der ich fahre wurde von vielen verschiedenen Menschen geplant, konstruiert...
Das ist nur ein winziger Aspekt unserer Welt. Verantwortung übernehmen für das was in meinem Lebensbereich geschieht, ist ein Teil. Die Strukturen in denen wir leben zu verändern der zweite, den es zu einem gesellschaftlichen Wandel braucht.
Mehr dazu beim nächsten Mal.

Donnerstag, 6. November 2008

Das Leben feiern


Ich finde wir feiern viel zu wenig. Dabei meine ich nicht unbedingt Partys oder festliche Abendessen. Wovon ich nicht genug bekommen kann ist mir bewußt zu machen, wenn ein Anliegen von mir erfüllt ist. Anders gesagt, wenn etwas was mir am Herzen liegt gelebt wird, stattfindet. Das kann vieles sein:
-das Strahlen auf den Gesichtern meiner Kindern, wenn ich sie von der Schule abhole, weil ich da Freude spüre, weil sie Teil meines Lebens sind
-die Sonne, die durch die gelben Blätter der Birke vor meinem Fenster scheint und mich in ein goldenes Licht taucht, weil ich da die Schönheit der Welt sehen kann
- das Gespräch mit einer Freundin, das mich inspiriert

Egal was es ist, wichtig für mich ist: wenn ich diese Momente feiere, dann gibt mir das Kraft. Es ist eine der potentesten Energiequellen in meinem Leben. Es hilft mir dran zu bleiben, weiter zu machen, und mein Leben - das Leben- zu meistern.

Jetzt fragt sich noch wie feiere ich? Der Kreativität ihren Lauf lassend indem ich

-über das Feieren etwas in meinem blog schreibe
-mit einer Minute Stille, in der ich innehalte
-ein neues Rezept ausprobiere
-der Nachbarin zuhöre, die mir ihre Sorgen erzählt
-einem Menschen, der auf der Straße um Geld bittet etwas gebe
-ein Stück der teuersten Bitterschokolade genieße
-...

Und was feierst du?